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Curaçao – Reise in das Europa der Karibik Jul 30

Kleine Gassen und karibischer Sandstrand, Backsteinhäuser und Palmenwedel – so lassen sich die Gegensätze der Insel wohl am besten beschreiben. Curaçao gehört zu den Niederländischen Antillen und der Name ist hier auch Programm: die Hauptstadt Willemstad sieht aus wie eine holländische Kleinstadt; das einzige, was wegen des trockenen, heißen Klimas fehlt, sind die Grachten. Diese Einzigartigkeit entdeckte auch die Jury der UNESCO und ernannte die Stadt zum Weltkulturerbe.

Südlichen von Venezuela und Kolumbien mitten in der Karibik gelegen, ist die Insel etwas ganz besonderes. Nach einer bewegten Geschichte mit Kolonialherrschaften von Spanien, den Niederlanden und Großbritannien, haben 1816 die Niederländer ihre Kolonie schließlich zurückerlangt. Heute ist Curaçao ein innenpolitisch autonomes Land, das aber noch zum Königreich der Niederlande gehört.

Foto: JorgeBrazil

Während dieser Entwicklungen haben sich viele unterschiedliche Ethnien angesiedelt: die Einwohner bestehen aus Afrikanern, die früher als Sklaven auf die Insel gekommen sind, Asiaten, die als Gastarbeiter ihr Glück versuchten, Indianer, die die Ureinwohner sind und Niederländern, die ihr Leben in das Holland der Karibik verlegt haben. Ebenso zahlreich sind deshalb auch die Sprachen, wobei Niederländisch die offizielle Amtssprache ist. Pipamentu, die inseleigene Sprache mit Einflüssen aus dem Portugiesischen, Spanischen, Niederländischen und Englischen, ist jedoch vorherrschend. Aber auch Spanisch und Englisch werden vielerorts beherrscht.

Curaçao gehört geographisch zu einer Inselgruppe, die den poetischen Namen „Inseln unter den Winden“ trägt, was sie dem Nordost-Passat verdankt. Und auch hier ist diese Bezeichnung nicht umsonst gewählt, denn die Insel steht unter direktem Einfluss des Passats, der für warmes Klima, wenig Regen und eine erfrischende Brise sorgt.

In 40 Buchten mit feinem, weißen Korallensand unter Palmen und einem Himmel so blau wie dem berühmten Curaçao-Likör lassen es sich viele Gäste aus Europa und Amerika gut gehen. Besonders für Taucher ist die Unterwasserwelt vor der Insel ein kleines Paradies und lädt mit bunten Fischen und abertausenden Korallenarten zu ausgiebigen und fantastischen Reisen in die Tiefe ein. Beliebt ist auch die kleine vorgelagerte Insel „Klein Curaçao“, auf der nur ein Leuchtturm steht und die ansonsten ein unbewohntes Naturkleinod unter und über Wasser bietet.

Neben dem Tourismus ist auch der Erdölabbau eine wichtige Einnahmequelle, die der Insel Reichtum beschert. Bildung, Entwicklung und Wohlstand sind auf hohem Niveau und im Vergleich zu vielen anderen Karibikinseln leben die Einwohner in sehr geordneten und gute Verhältnissen. Trotz der vielen verschiedenen Herkünfte und Ethnien herrscht ein friedliches Zusammenleben. Gerade die vielen Einflüsse sorgen für eine ganz eigene Atmosphäre und lassen eine Besuch der Insel zu einem einzigartigen Erlebnis werden.

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